Writing Heroes – Jaren Johnston

Written by | MUSIKTIPPS, STARS

Wir kennen sie alle, die großen Radio-Hits wie Keith Urban’s „Raise Em Up“, den „American Country Love Song“ von Jake Owen oder den Partykracher „Dirt On My Boots“. Aber wer sind die eigentlichen kreativen Köpfe, die Songwriter hinter den Megahits? In der neuen Reihe Writing Heroes stellen wir sie euch vor. Beginnen wir mit Jaren Johnston.

Jaren Johnston’s musikalische Laufbahn begann mit der Band American Bang. Schon sein Vater spielte in einer Country-Gruppe Schlagzeug – ein Instrument für das Jaren sich später nicht entschied. Sowohl bei American Bang als auch in seiner jetzigen Band nimmt er den Platz des Lead-Sängers und E-Gitarristen ein. Musikalisch ist er sich trotz des Bandwechsels seit jeher treugeblieben. Sein zu Hause ist der Southern Rock.

Als Songwriter verbuchte Johnston 2010 bereits einen ersten Erfolg. Sein Song „You Gonna Fly“, geschrieben mit Chris Lucas und Preston Brust, schaffte es auf Keith Urban’s Album „Get Closer“. Der Song schaffte es auf Anhieb auf die Pole-Position, Platz 1 der Billboard Country Charts. Was dann kam waren diverse Top 40 Singles. Und heute ist er einer der Männer, auf denen Verlass ist, wenn man große Country-Tunes braucht. So griffen in den letzten Jahren Megastars wie Tim McGraw („Meanwhile Back At Mama’s“), Billy Currington („Don’t It“), ja sogar Rocklegende Steven Tyler auf Songs von Jaren zurück.

Wer kennt es nicht: „Raise Em Up“ – geschrieben von Jaren Johnston:

Das der aus Nashville stammende Vater eines kleinen Sohnes später als Genie der Music-City gelten würde, war vielleicht schon früh abzusehen. Es begann in der Grand Ole Opry, wo sein Vater mit besagter Band spielen durfte, als Johnston 8 Jahre alt war. Da seine Mutter an den Wochenenden an der Abendschule lernte, verbrachte der zukünftige Country-Star Wochenenden meist mit seinem Vater, um im Backstagebereich der Opry zu landen.

„Es war verrückt, dort als Kind zu sein, herum zu gehen und in Porter Wagoners Umkleideraum zu stolpern“, erinnert er sich. „Ich sah Garth [Brooks] das erste Mal, als er die Opry spielte, ich sah Keith Whitley und Don Williams und Clint Black, ich sah alle, es war so cool.“

Als Johnston 13 wurde, schenkte ihm sein Vater ein paar Gitarren zu Weihnachten. Einer war eine klassische Epiphone Gitarre; die andere eine elektrische Kramer. Diese beiden Gitarren appellierten an beide Seiten von Johnstons musikalischen Vorlieben und erlaubten ihm, sich auf Country-Platten wie Garth Brooks ‚Ropin‘ the Wind zu stürzen, bevor er die Kramer nahm und die Power-Akkorde zu Nirvana’s Nevermind schmetterte.

Betrachtet man sich Jaren Johnston’s Diskografie genau, so merkt man eine erstaunliche Entwicklung. Je älter er wird, desto mehr häufen sich etwas ruhigere, in sich gekehrte Stücke. Jaren’s Erklärung dazu ist ganz einfach. Er ist erwachsen geworden. Zu den Songs auf der neuen Platte seiner Band The Cadillac Three sagt er zum Beispiel selbst: „Früher habe ich Songs solcher Kaliber weggegeben. Ich dachte die Band war noch nicht dafür bereit eine solche Rolle einzunehmen. Oder vielleicht war ich nicht bereit solche Texte zu singen.“ Verständlich, Jaren ist mittlerweile glücklich verheirateter Vater.

Aber eins steht fest. Im Herzen wird er immer auch leidenschaftlicher Rocker bleiben. Ohne seine vielen E-Gitarren und harten Gitarrenriffs kommt der noch heute in Nashville lebende Mann nicht aus.

In den nächsten Monaten dürfte zu Johnston’s Werken noch so einiges hinzukommen. Mit den „The Cadillac Three“ veröffentlicht er ein neues Album, „Legacy“. Und Jaren hat bereits angekündigt, das sich auch auf den bald erscheinenden Alben von Darius Rucker, Danielle Bradberry oder der Josh Abbott Band einige „Johnston Songs“ verstecken.

Die (fast) komplette Diskografie zum Anhören:

Last modified: Oktober 18, 2018