Album Review: Thomas Rhett – „Life Changes“

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Das Leben verändert sich. Und so auch die Musik. Der 27-jährige Country-Pop Sänger Thomas Rhett vereint  auf seinem mittlerweile dritten Studioalbum einen Genre-Mix aus Country, Rock, Pop, R&B, Uptempo-Tracks, Heartland-Rock, Coldplay-typischen Hymnen und gefühlvollen Balladen.

Thomas Rhett wurde in das Musikbusiness hineingeboren. Als Sohn des etablierten Songwriters Rhett Akins (hatte in den Neunzigern ein paar mehr oder weniger erfolgreiche Studioalben), war wohl sehr früh klar, in welche Richtung Rhett’s Leben gehen könnte. Heute füllt er Arenen und ist um Weiten erfolgreicher als es sein Vater jemals war.

Lyrik-Video zur aktuellen Single „Unforgettable“:

Und genau das ist für viele traditionelle Country-Liebhaber kaum zu verstehen. Zugegeben, „Life Changes“ hat nicht mehr viel mit Country zu tun. Es ist eher ein wilder Genre-Mix. Aber ein verdammt guter. Thomas Rhett beweist somit einmal mehr, das Musik keine Label oder Genres braucht. Mit der Mega-Duschstarterin des letzten Jahres, Maren Morris, gibt Thomas schon zu Beginn ein Riesen Pop-Feuerwerk ab,  in „Drink A Little Beer“ rockt er gemeinsam mit seinem Vater – „Leave Right Now“ beginnt mit Acoustic-Gitarre, entpuppt sich im Chorus aber als astreine EDM-Nummer, die auch Künstler wie „The Chainsmokers“ oder Avicii nicht besser abgeliefert hätten. Hervorzuheben wären neben den zahlreichen Gute-Laune-Songs wie „Smooth Like the Summer“ oder dem Titeltrack „Life Changes“ auch die der Song „Sweetheart“. Hier zeigt sich Thomas Rhett als lässiger Jazz-Sänger. Michael Bublé lässt Grüßen.

Etwas gewöhnungsbedürftig erscheint der Schluss der Platte. Hier greift Thomas Rhett in seine angestaubte Kitsch-Kiste. Zu überladen ist die Gospel-Nummer. Sieht man von diesem Ausrutscher ab, überzeugt Thomas Rhett aber auch mit seinem neuen Album und zeigt: Country darf alles – Und ist vor allem eines: Abwechslungsreicher als jedes andere Genre.

Last modified: 18. Oktober 2018