Brett Eldredge liefert überragendes Konzert in Hamburg

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Foto: Dörthe Bruske / CNTRY

Brett Eldredge gehört zu den angesagtesten Country-Stars. Nicht nur in den USA, auch hier in Deutschland. Das bewies er bereits als Headliner des letztjährigen C2C Country to Country Festival in Berlin, nun auch an diesem Wochenende, als Eldredge seine ersten zwei Solokonzerte hierzulande gab.

Was ein schöner Samstagabend! Als sich Punkt 18 Uhr die Türen des größten Hamburger Musikclubs öffnen, hat sich schon eine beachtlich lange Schlange auf dem Spielbudenplatz versammelt. Denn mehr als 900 Country-Fans wollten sich die Show von Country-Star Brett Eldredge im DOCKS nicht entgehen lassen.

Etwas später um 19 Uhr ist der Konzertsaal bereits gutgefüllt, doch bevor Eldredge mit seiner Country-Party loslegt, darf zunächst die bezaubernde Lauren Jenkins das Publikum in Stimmung bringen. Es ist bereits die dritte Tournee durch Deutschland in gerade einmal 10 Monaten für die junge Sängerin. Heute aber überzeugt sie mehr denn je! Nur mit ihrer Gitarre, ihrem wunderbaren Lächeln und der einzigartig rauchigen, aber zugleich klaren Stimme, verzaubert sie das aufmerksam lauschende Publikum in Windeseile. Im Gepäck hat sie wieder Songs ihres Debütalbums No Saint, wie etwa “Give Up the Ghost”, “Running Out of Road”, oder “Payday” – bei dem das Publikum textsicher mitsingt, aber auch eine Coverversion des Springsteen-Songs “Hungry Heart” und einen brandneuen, noch unveröffentlichten Song. Lauren interagiert viel mit ihren Zuhörern und entdeckt in ihnen einige bekannte Gesichter ihrer letzten Konzerte. Nach dem Konzert stand sie noch für Fotos, Autogramme und den ein oder anderen Plausch zur Verfügung. Ehrliche Musik einer sympathischen Frau, die Fan-Nähe neudefiniert.

  • Foto: Dörthe Bruske
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Von Lauren Jenkins in perfekter Gemütslage gebracht, zeichnete sich die Umbaupause kürzer als Gedacht aus. Auf die Sekunde genau um 19:45 Uhr steht der Mann der Stunde auf der Bühne des DOCKS: Brett Eldredge. Und das Publikum kennt kein Halten mehr! Das Set, bei dem er von seiner kompletten Band unterstützt wird, beginnt mit dem noch unveröffentlichten Song “Good Day” und geht direkt mit dem Radiohit “Something I’m Good At” weiter. “Hamburg, das wird ein verdammt guter Abend!”, schreit Brett ins Publikum. Und er soll Recht behalten! Die Hitdichte des Musikers aus Paris, Illinois ist beachtlich hoch, seine Energie auf der Bühne unfassbar geladen. Dieser Mann ist eine Rampensau, eine Stimmungsgranate, aber eben auch ein exzellenter Sänger und Songschreiber.

Ein besonderes Highlight dann in der Mitte des Sets. Jetzt wird der Energieschub ausgesetzt – es wird persönlich und intim. Eldredge schickt seine Band von der Bühne – wird zum Geschichtenerzähler und singt den Song, der seiner Karriere den Boost gab, “Raymond”. Der Song ist seiner verstorbenen Großmutter gewidmet, die an Demenz litt. Gefühlvoll ist dann auch seine akustische Interpretation des romantischen Titels “The Long Way”, bis Brett Eldredge wieder drei Gänge zulegt und das DOCKS mit “Fire”, “Lose My Mind” sowie der Zugabe “Beat of the Music” in Ekstase versetzt. Jetzt steht Brett Eldrdege ganz nah bei seinen Fans, gibt High-Fives und Autogramme. Als dann die Lichter auf der Bühne ausgehen ist nach gut 90 Minuten klar: Das war’s jetzt. Aber es war verdammt geil!

Fotos: Dörthe Bruske

Last modified: 26. März 2020