Country Music Week „In the Round“: Drei Talente, eine Bühne

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Sarah Darling, Robert Counts und Kenny Foster präsentieren in Berlin ihre Songs in gemütlicher Clubatmosphäre.

Wo sonst Berlins Partyvolk zu lauter Musik und grellen Lichtern die Nächte zu Tagen macht, ging es am vergangenen Dienstag etwas beschaulicher zu. Das Musik und Frieden in Berlin- Kreuzberg hat seine Pforten für Fans von handgemachter Musik geöffnet. Sarah Darling, Robert Counts und Kenny Foster betreten gemeinsam das kleine, halbhohe Podest. Sie zeigen sich begeistert von der Publikumsbeteiligung. Trotz des Wochentags haben sich einige Menschen zusammen gefunden, um den drei Stars zu lauschen.

Kenny übernimmt die Anmoderation und erklärt den Country- Neulingen, was eine Round bedeutet: die drei werden der Reihe nach ihre Songs präsentieren und kurz die Entstehungsgeschichten und ihre Bedeutung erklären. Kenny betont, dass Sarah, Robert und er ihre Songs selbst schreiben und glücklich sind, über jede Reaktion aus dem Publikum.

Im Publikum finden sich einige große Fans von Robert Counts und so wird der erste Song des Abends laut bejubelt. Robert wirkt bodenständig und sympathisch und bringt mit seiner Reibeisenstimme und seinen ehrlichen Texten ursprünglichen Country in die deutsche Hauptstadt.

Glamour und Bodenständigkeit

Obwohl ebenfalls nur mit einer Gitarre ausgestattet, stellt Sarah Darling einen Kontrast auf der Bühne dar: mit Glitzer- High Heels und pinkem Kapo strahlt sie die Glamour-Seite des Country aus. Auch ihre Texte handeln von Heimat und vor allem schönen, fernen Orten, zu denen sie ihre Hörer mitnehmen will. „Where Cowboys Ride“ erzählt von einem einsamen Urlaub in einer Hütte in Wyoming. Der Sternenhimmel und die Ruhe haben die Sängerin so sehr beeindruckt, dass sie ihre Eindrücke in einen Song verpacken wollte, der Fernweh weckt.

Als dritter in der Runde ist Kenny Foster für die Einbindung des Publikums zuständig. Seine Sprüche und lustigen Songs lockern die Stimmung auf. Kennys entspannte Art und sein ständiger Blickkontakt mit jedem einzelnen im Publikum, lassen die Grenzen der Bühne beinahe verschwinden. Neben melancholischen, ernsten Songs bringt der Mann aus Missouri auch Songs zum Mitsingen mit. Dem Publikum überlässt er ganz nebenbei die Entscheidung, welche der neuen Songs es auf das neue Album schaffen sollen.

Der Song „Backseat Driver“ von Robert Counts erdet wieder sehr. Vor allem als Robert sagt, wie viel ihm der Song bedeutet, lauscht das Publikum andächtig.

„Jolene“, gecovert von Sarah Darling, bringt dann wieder alle zum Mitsingen. Sarah, die sich bei ihrem Song „More Issues Than Vogue“ als shoppingsüchtig outet, bringt ihre Songs und das Cover authentisch und mit voller und beeindruckender Stimme rüber.

Kenny Fosters Energie überträgt sich auf seine Kollegin und seinen Kollegen und das ganze Publikum. Obwohl er sicherlich besser besuchte Konzerte gewohnt ist, strotzt sein Gesang nur so vor Elan. Er steht hinter jedem seiner Songs und bringt das auch rüber.

Große Nähe zu den Fans

Bevor Sarah, Robert und Kenny sich den Autogramm- und Selfiejägern am Merch- Stand stellen, kommen sie nach anhaltendem Applaus noch einmal auf die Bühne. Zusammen spielen sie ein Cover des allen bekannten Hits „Country Roads“ und das Publikum stimmt noch einmal kräftig ein.

Im Anschluss nehmen sich alle drei für jeden Fan Zeit, lassen sich fotografieren, signieren ihre mitgebrachten CDs. Keine Spur von Starallüren oder Müdigkeit. Alle drei zeigen, dass Country nicht nur gute Songs und eine große Show, sondern auch Ehrlichkeit und Persönlichkeit bedeutet.

Ein nächster schöner Abend der Country Music Week in Berlin geht zuende und die Vorfreude auf die kommenden Konzerte ist nun um so größer.

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