Danielle Bradbery findet ihren eigenen Sound auf neuem Album

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Credits: Cameron Powell

Danielle Bradbery gewann 2013 das amerikanische „The Voice“ und schaffte es mit ihrem Debütalbum in die Top 5 der Albumcharts. Trotzdem dauerte es vier Jahre bis zum nächsten Coup.

Castingshows freuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für den Zuschauer sind sie beste Unterhaltung, für die auftretenden Sänger eine große Chance. Nur sind Gewinner von Castingshows meist schneller von der Bildfläche verschwunden als sie aufgetaucht sind. Das Showbiz ist halt doch anders als die große Primetimeshow. Diese Erfahrung musste auch Danielle Bradbery machen. Ihr erstes Album wurde von den besten Produzenten und Songwriters zusammengestellt – nur Danielle hatte außer dem Gesang keine entscheidende Rolle. Zu wenig „Danielle“ war in ihren eigenen Songs, „ich hatte keinen wirkliche Verbindung zu der Musik“, gestand Bradbery später. Eine Veränderung musste her. Und diese präsentiert die 20-jährige Texanerin mit „I Don’t Believe We’ve Met“.

Danielle Bradbery – Sway

Mit „Sway“ eröffnet gleich die erste Singleauskopplung das Album. „Ich denke der Song macht Spaß und die Fans lieben ihn, einfach weil sie spüren, dass wir auf der selben Seite stehen.“, sagt Bradbery zu dem Song, den sie genau wie sechs andere auf der Platte mitgeschrieben hatte. Stilistisch bewegt sich „Sway“ zwischen Country, Pop und R&B. Eine Richtung, die auch die anderen Songs einschlagen. Viele Songs, wie z.B. „What Are We Doin'“ profitieren von der Leichtfüßigkeit in Bradbery’s Stimme und deren Lyrics. Mit „Can’t Stay Mad“ oder „Hello Summer“ liefert die bildschöne Danielle mit der Hilfe von Thomas Rhett und Jaren Johnston ein Popfeuerwerk ab, das im Ohr bleibt. Abgerundet wird das Projekt mit mehr als gefühlvoll gesungenen Balladen wie „Potential“ und „Laying Low“.

Mit ihrem zweiten Album schafft Danielle Bradbery es, besser zu sein als mit ihrem Debütalbum. Mit „I Don’t Believe We’ve Met“ findet die 21-jährige ihren eigenen Sound. Dieser ist wie erwartet weniger Country als ihr Vorgänger. Diesen Umstand kann man aber durchaus als authentisch bezeichnen, ist sie somit nah an ihrer Generation und deren üblichen musikalischen Vorlieben. Der Mix aus Pop-, R&B-, Soul- und einem Hauch von Country überzeugt.

Last modified: 18. Oktober 2018