Von ihm kriegt Country-Deutschland nicht genug: Max McNown war hierzulande in den großen Hallen auf Tour. CNTRY war wieder in Hamburg dabei.
Nach seinem ausverkauften Hamburg-Debüt im Dezember 2025 war Max McNown in den vergangenen zwei Wochen wieder in Deutschland unterwegs und spielte erfolgreich vor großem Publikum in Berlin, Hamburg, Köln und zuletzt gestern in München. Wir blicken auf das Konzert vom letzten Donnerstag in der Hansestadt zurück. Dort schrieb Max nebenbei ein kleines Stück Country-Geschichte. Denn knapp 2.000 Fans machten sich auf den Weg über den Bergpfad hinauf zur neuen Georg Elser Halle im Hamburger Bunker, in der das allererste Country-Konzert der noch jungen Location stattfand.
Schon vor dem Hauptact sorgten die Crowe Boys für beste Stimmung. Das Duo präsentierte in einem rund 30-minütigen Set ihre leichte Mischung aus Folk, Country und Americana-Klängen und erwies sich als idealer Anheizer für den Abend. Denn die Brüder Ocie und Wes Crowe harmonieren auf der Bühne einfach perfekt, während Songs wie „Bootstraps“ oder „Let Me Feel Alone“ beste Folk-Vibes mitbringen.
Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Danach sollte es eigentlich nach kurzer Umbaupause um 21 Uhr direkt weitergehen. Doch als Tom Pettys „Won’t Back Down“, das bei jeder Show von Max als Intro dient, durch die Halle schallte, verstummte plötzlich der Ton. Ein defektes Audiokabel sorgte für eine ungeplante Verzögerung von rund zehn Minuten. Davon ließen sich allerdings weder Max McNown noch seine Band aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil! Als die Technik schließlich wieder funktionierte, wurde der 25-jährige US-Amerikaner mit lautem Jubel empfangen.
„Love Me Back“ eröffnete den Abend und machte von der ersten Minute an deutlich, warum Max McNown in den vergangenen Monaten zu den spannendsten neuen Stimmen der Country-Szene avanciert ist. Neben seinen viralen Hits hatte er auch zahlreiche neue Songs wie „Done For“ im Gepäck und spannte einen Bogen zwischen gefühlvollen Balladen und modernen Country-Pop-Momenten.





Foto: Vivien Kloss / CNTRY
Auffällig war dabei das Publikum. Viele junge, aber auch ältere weibliche Fans und weniger Cowboyhüte als gewöhnlich, hatten den Weg auf den Bunker gefunden und zeigten sich über die gesamte Show hinweg bemerkenswert textsicher. Egal ob bei „Turned Into Missing You“, „Something to Someone“ oder „Marley“ – die ganze Halle sang lautstark mit.
Zu den emotionalen Höhepunkten des Abends gehörten „The Cost of Growing Up“ und „Forever Ain’t Long Enough“, ehe Max McNown nach kurzer Pause für die Zugabe zurückkehrte. Mit einer gefühlvollen Interpretation von „Everybody Wants to Rule the World“ von Tears for Fears überraschte er die Fans, bevor „A Lot More Free“ für einen der lautesten Momente des Abends sorgte. Den Schlusspunkt setzte schließlich „Better Me for You (Brown Eyes)“, mit dem Max die Hamburger Nacht ausklingen ließ.
Nach seinem bereits ausverkauften Gastspiel Ende 2025 zeigte dieser Abend einmal mehr, dass sich Max McNown auch hierzulande eine wirklich treue Fangemeinde aufgebaut hat. Und wenn knapp 2.000 Menschen freiwillig den Weg hinauf auf den Bunker antreten, um jede Zeile mitzusingen, dürfte das mitnichten Max McNowns letzter Besuch in Hamburg gewesen sein.













