Mighty Oaks – Mexico (Album-Review)

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Die Mighty Oaks um Sänger und Songschreiber Ian Hooper zieht es mit ihrem neuen Album in Richtung “Mexico”.

Gerade einmal ein Jahr ist es her, da veröffentlichten sie ihr drittes Studioalbum “All Things Go”. Pünktlich zur Teilnahme ihres Frontsängers Ian Hooper an der aktuellen Staffel von “Sing meinen Song” legen die Wahlberliner nun ihr Viertes vor. Klar – in 12 Monaten coronabedingter Zwangspause war ordentlich Zeit zur Kreation neuer Musik, 12 davon schaffen es auf das neue Album “Mexico”, das die dreiköpfige Folk-Band in Hoopers Kellerstudio aufnahm.

Wie gewohnt setzt das internationale Trio um den Amerikaner Ian Hooper auf eingängigen, meist hoffnungsvollen Folk-Pop mit einem Schuss von Americana, gepaart mit tiefsinnigen, mal fröhlichen aber auch melancholischen Lyrics. Fertig ist der Sound für etwas Lagerfeuerromantik.”Mexico” mag dabei nochmal etwas radiofreundlicher gelungen sein als seine Vorgänger, insgesamt bleibt sich die Indie-Folk Band aber treu. Noch immer sind es die nachdenklichen Texte und schwierigen Themen, mit denen sie sich beschäftigen. Ob zu Beginn mit “Land Of The Broken Dreams” oder etwas später auf dem eingängigen “Ghosts”. Den Titeltrack “Mexico” schrieben die Mighty Oaks zu einer Zeit, in der sich Menschen um eine Packung Toilettenpapier stritten. Eine so absurde wie kuriose Situation, in der sie sich wohl wirklich lieber zu einem Ausflug nach Mexiko aufmachen wollten. Man kann dies den Mighty Oaks zumindest nicht verübeln. Auch nicht, wie verspielt ihnen etwa “Forever” gelungen ist. Genauso kann man dem Dreiergespann nun wirklich nicht verübeln, wie gut ihnen “Mexico” gelungen ist.

Ein Album wie gemacht für einen Roadtrip durch das sonnige Texas – natürlich in Richtung Mexiko.

Mexico ist seit dem 7. Mai 2021 via Howl Records / Sony Music erhältlich.

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