Review: Drew Holcomb & The Neighbors – „Dragons“

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Zwei sehr beschäftigte Jahre liegen hinter Drew Holcomb. Diese zwei Jahre schließt er nun ab, mit seinem persönlichen Highlight: dem neuen Album „Dragons“.

Denn Holcomb sagt über sein neuestes Werk: „Das ist der Höhepunkt von zweieinhalb Jahren voller Songwriting, des Träumens und Kämpfens. Ich habe noch nie so hart an einer Platte gearbeitet.“ Doch so hart der Schaffensprozess gewesen sein muss, der Platte hört man es nicht an. Entstanden ist „Dragons“ unter Gemeinschaftsgeist, geschrieben mit Freunden und Famile. Beteiligt waren unter anderem seine Frau Ellie Holcomb, „Highwoman“ Natalie Hemby und Lori McKenna (sie schrieb den Tim McGraw Hit „Humble & Kind“).

Während den Aufnahmen und Sessions muss sich zwischen den Musikern ein solch positiver Vibe entwickelt haben, der sich perfekt in das entstehende Projekt einfließen ließ. So startet Holcomb mit „Family“ in den Longplayer, welch ein verdächtig heiterer Groove. Und selbst Songs mit düster anmerkenden Titeln wie etwa „End of the World“ versprühen gute Laune. Das liegt zum Einen an der stellenweise glatten Produktion, als auch der oft genial einfachen Botschaften, „Hey it’s the end of the world (…) so smoke ‚em if you got ‚em!“, frei übersetzt: „Hey die Welt geht unter, also mach was du willst, so lange du noch kannst.“

Diese gesetzte Leichtigkeit in Zusammenspiel mit dem trockenen Humor von Drew Holcomb machen „Dragons“ zu einem besonnenden Hörerlebnis. Dessen einzige Schwäche man an dem teilweise zu geschliffenen Sound ausmachen kann. Wer Musik gerne in Schubladen packt, hätte wohl ein neues Genre erfunden, den Americana-Pop.

Drew Holcomb & The Neighbors‘ „Dragons“ ist seit dem 16. August 2019 via Thirty Tigers erhältlich.

Last modified: 20. August 2019