Review: Kane Brown “Experiment” – Ein Name, den man sich merken sollte

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Kane Brown, der 25-jährige Shootingstar der amerikanischen Musiklandschaft veröffentlicht sein zweites Studioalbum Experiment. Wir haben reingehört.

Mit dem Singen begann Kane Brown schon als Kind auf dem Rücksitz im Auto seiner Mutter, wo er zu den Songs von Shania Twain und George Strait trällerte. Sein Vater, halb Afroamerikaner, halb Cherokee, hatte sich früh aus dem Staub gemacht und die Erziehung der Mutter überlassen, die sich finanziell mehr schlecht als recht über Wasser halten konnte. Zeitweise war die Familie sogar obdachlos. Dass er trotz dem vielen Hin und Her weiterhin die Schule besuchte, ermöglichte es ihm allerdings sein großes Interesse für Musik und Gesang in diversen Schul-Chören auszuleben.

Doch das Kämpfen hat sich für Kane Brown gelohnt. Er begann Videos von Coversongs online zu stellen und so sollte es nicht lange dauern, bis sein Online-Publikum so groß war, dass man es von keiner Bühne der Welt aus mehr beschallen hätte können. Später legte er sein selbstbetiteltes Debütalbum Kane Brown vor, das bis auf Platz fünf der US Charts kletterte und für über eine Million verkaufte Exemplare mit Platinausgezeichnet wurde. Insgesamt stehen für Kane Brown mittlerweile mehr als 1,7 Milliarden Streams zu Buche.

Nun legt Kane Brown nach. Aber auch wenn der Titel es vermuten lässt, Experiment ist wahrlich kein Experiment. Der Shooting-Star weiß was er kann, spielt weniger mit neuen Klangfarben. Orientiert sich aber überraschend oft am Mix von 90er-Einflüssen und modernen Country-Klängen.

So kommt es, dass Brown’s neuestes Album vor allem beim Song Short Skirt Weather an den frühen Blake Shelton oder Dierks Bentley erinnert. Kein Wunder, der 25-jährige ist mit ihren ersten Erfolgen aufgewachsen. An anderen Stellen liefert Kane, was ihm schon mit seinem Debütalbum Aufmerksamkeit brachte. Lost In the Middle In Nowhere spielt gekonnt mit seinem erfrischenden R&B-Flow. Während das clevere Homesick das Potential für den entgültigen Durchbruch auch außerhalb Nashville’s bringt.

Kane Brown- Good As You

Einer der Höhepunkte des Longplayers ist die Single Good As You, ein Liebeslied an seine Frau. „Ich schrieb den Song zusammen mit einem meiner Lieblingssongwriter auf Tour“, erklärt er. „Es war das einzige Wochenende, an dem Shy Carter, der meinen Hit Heaven und Charlie Puths One Call Away geschrieben hatte, Zeit hatte, mich zu besuchen.  Shy spielte auf einer kleinen Ukulele und Good As You war sofort einer meiner Lieblingssongs. Ich liebe den Groove und das Feeling – und die Reaktionen der Fans sind einfach nur umwerfend“.

Kane Brown festigt sein Können und entwickelt sich vom Shooting-Star zum Mitglied der A-Liga.Kane Brown. Ein Name, den man sich ab jetzt auch in Deutschland merken sollte.

Sony Music Deutschland hat Experiment auch hierzulande veröffentlicht. Erhältlich ist es unter anderem auf amazon.

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