The White Buffalo – On The Widow’s Walk (Album-Review)

Written by | ALBUM REVIEWS

The White Buffalo

The White Buffalo sorgt mit „On The Widow’s Walk“ für ein intensives Hörerlebnis.

Wer die amerikanische Dramaserie „Sons of Anarchy“ gesehen hat, ist schon des Öfteren mit dieser faszinierenden Reibeisenstimme in Berührung gekommen. Und hat sie im besten Falle auch nicht schnell loslassen können. Mit dem eingängigen Cover „The House Of The Rising Sun“ und dem Song „Come Join The Murder“ sorgte The White Buffalo für einen atmosphärischen Soundtrack. Diese Präsenz sorgte für über 200 Millionen Streams auf den gängigen Plattformen und allerlei weiteren Einsätzen in TV, Film und Videospielen.

Jetzt hat Jake Smith, so sein bürgerlicher Name (und ja, The White Buffalo ist keine Band), sein siebtes Studioalbum veröffentlicht. Diesmal produziert von Shooter Jennings, der gleichzeitig alle Tasteninstrumente einspielte. Nicht mal eine Woche haben die Aufnahmen der 11-teiligen LP „On The Widow’s Walk“ gedauert, das sich nicht Recht in eine Schublade stecken lässt. Denn die Einflüsse sind weit gefächert, ob Country, Rock, Blues, Soul oder Americana. All das ist The White Buffalo. Die Songs auf „On The Widow’s Walk“ geben diesen Facettenreichtum umstandslos wieder.

Songs wie „The Drifter“, das titelgebende „Widow’s Walk“ oder der wunderbar klaviergetriebene Albumabschluss „I Don’t Know A Thing About Love“ versprühen eine unfassbare Emotionalität, manchmal sogar etwas Melancholie. Mit „Problem Solution“, „No History“ und den herrlich wütenden „Faster Than Fire“ lebt The White Buffalo hingegen sein Rockerherz aus.

Pure Emotionen, der kräftige Bariton seiner Reibeisenstimme und Texte mit Gefühl. Sicher nicht für jede Stimmungslage geeignet, aber ein musikalischer Hochgenuss.

„On The Widow’s Walk“ erschien am 17. April 2020 via Snakefarm Records / Universal Music.

Last modified: 27. April 2020