Tyler Childers kommt zurück nach Deutschland

Beitrag Teilen

Tyler Childers, der Country-Upstart schlechthin, hat einen erneuten Deutschlandbesuch im Rahmen seiner Country Squire Tour bestätigt.

Er stammt aus dem Appalachen-Gebirge in Kentucky und ist Teil der neuen Bewegung amerikanischer Musiker, die Lebensnähe und Handwerk ins Zentrum ihrer Songs und Sounds stellen. Tyler Childers, geboren am 21. Juni 1991, mischt in seinen Liedern Country, Bluegrass und Folk. Und bald gastiert der Singer-Songwriter wieder in deutschen Landen. Denn am 28. Januar 2020 spielt der aufsteigende Country-Stern eine Show im Berliner Frannz Club. Dann stellt der 28-jährige aus Lawrence County, Kentucky sein brandneues, drittes Album Country Squire vor.

Das brandneue „Country Squire“ präsentiert neun Songs und wurde – wie Vorgänger „Purgatory“ – von Sturgill Simpson und David Ferguson produziert. Bereits im Mai 2019 war das Video der Single „House Fire“ veröffentlicht worden. Neben Childers wirken eine Anzahl renommierter Musiker mit, darunter Stuart Duncan (fiddle, mandolin, banjo), Miles Miller (drums) und Russ Pahl (acoustic guitar, electric guitar, pedal steel). „Ich hoffe, dass die Leute in der Gegend, in der ich aufwuchs, einen Bezug zu der Musik finden. Ferner hoffe ich, dass ich den Leuten gerecht werde und auch jemand aus einer anderen Umgebung das Leben eines Jungen aus Kentucky interessieren könnte…“

Dieses Album enthält Lieder, die Childers auf der Straße zur Perfektion brachte. Darunter der Titelsong Country Squire oder Bus Route, Gemini, All Yourn und Matthew. Jeder dieser Songs klingt typisch nach Childers. Sie beweisen, dass er immer noch die künstlerische Kontrolle seiner Musik hat, obwohl er inzwischen bei einer Major Plattenfirma unter Vertrag steht. „Ich habe viele Straßenlieder geschrieben, viele handeln von Heimweh“, erzählte Tyler dem US-Magazin Rolling Stone, „aber wenn du sie einmal gespielt hast, sind sie kein Geheimnis mehr. Jeder weiß wie du dich fühlst.“

Die Geschichte von Tyler Childers: Eine echte Erfolgsstory

Spross einer Arbeiterfamilie, sang er im Kirchenchor und begann früh, Gitarre zu spielen. Später zog er von Lawrence County, Kentucky nach Paintsville, aus dem Country-Musiker wie Chris Stapleton und Loretta Lynn stammen. 2011 veröffentlichte er im Alter von 19 Jahren sein Debütalbum Bottles and Bibles. Vier Jahre später folgte Purgatory, das den ersten Platz der Billboard Heatseekers Album Charts erreichte. Dazu kletterte es auf Platz 17 der Country Charts und Nummer 4 der Americana/Folk Charts. Es wurde millionenfach auf Spotify geklickt und zog Fans in ausverkaufte Konzerte in ganz Nordamerika. Die Geschichte von Tyler Childers ist eine echte Erfolgsstory, die er – wohlgemerkt – unabhängig von großen Plattenfirmen und Agenturen schrieb.

Der Junge aus Kentucky avancierte vom lokalen Künstler zu einer internationalen Größe, der etwa 2018 den „Emerging Artist of the Year Award“ der Americana Music Association gewann. Seine Songs erzählen von Liebe, Verlust und dem vergessenen Amerika. Mal wirken sie wie ein Tagebuch, mal wie ein Polaroid aus vergangenen Zeiten. Ob es die Sehnsucht nach seiner Lebenspartnerin oder die Vorstellung eines Arbeiterlebens ist, alles klingt wahrhaftig. Und so sagt Tyler Childers: „Songwriting heißt, über die menschliche Erfahrung zu schreiben.“

Tyler Childers Live 2020:

  • 28.01.2020 Berlin – Frannz Club

Der Vorverkauf ist bereits gestartet, Tickets gibt es unter anderem bei MyTicket.

Am Meisten Gelesen

Anne West: Deutsche Country-Musik mit frecher Schnauze

Freche Schnauze und echte Gefühle direkt vom Ponyhof. Warum Anne West mit deutscher Country-Musik All-In geht.

Tucker Wetmore live in Hamburg: Nashville-Feelings pur in der Fabrik

Abriss an der Elbe: Tucker Wetmore und Carter Faith zeigten in Hamburg, warum sie der nächste große Fang sind.

Jack Wharff Band: Die Bluegrass Kings mit Punk-Spirit

Harte Saiten, wilder Geist: Die Jack Wharff Band definiert mit ihrem Trash Grass einen neuen Sound. Die jungen Country-Rebellen im exklusiven Interview.

Noah Kahan kommt für zwei Konzerte nach Deutschland

Der US-amerikanische Singer-Songwriter bestätigt Konzerte in Köln und München. Als...

Liam St. John und der Mut zur totalen Verletzlichkeit

Liam St. John im Interview. Über sein Album „Man Of The North“, Americana-Wurzeln und warum Verletzlichkeit seine größte Stärke ist.

Wie Patwah deutsche Country-Musik salonfähig macht

Patwah vermischt die Grenzen von Country, Rap und Deutsch-Pop. Warum genau das gerade steil geht.