Brent Cobb – Keep Em On They Toes (Album-Review)

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Brent Cobb fährt mit „Keep Em On They Toes“ einen Gang zurück und liefert fast schon schmiegsamen, puristischen Country.

Nach Jahren des musikalischen Schaffens von Los Angeles über Nashville ist Brent Cobb wieder in seine Heimat Georgia zurückgekehrt. Bei seinen Kollegen hat er sich als verlässlicher Hit-Lieferant einen Namen gemacht, schrieb Songs für Freund und Förderer Luke Bryan, Miranda Lambert oder Kenny Chesney. In dieser Zeit entstanden gemeinsam mit Cousin und Produzent Dave Cobb zwei Alben zwischen neotraditionellen Country und Southern Rock, gespickt mit ehrlichen Songwriting.

2020 erzählen Brent Cobbs Songs zwar immer noch fast schon philosophisch über die kleinen Dinge, das Leben und das Leben lassen, die Musik aber ist bedächtiger geworden. Georgia, so heißt es, habe seine Art Lieder zuschreiben verändert. In „Keep Em On They Toes“ setzt Cobb auf ein reduziertes Klangbild, lässt so die Texte sprechen. Nur wenige E-Gitarren knarzen durch das Album – mehr sind Fiddle, Mundharmonika, Banjo ruhige Hauptdarsteller. Der Hörer kann sich so eine gute Dreiviertelstunde zurücklehnen und die unaufgeregten Botschaften des Musikers aus Georgia aufsaugen. Lediglich das Stück „Dust Under My Rug“ bricht mit diesem Leitbild. Bietet aber eine wunderbare, im Blues wandernde Abwechslung.

Manch einer, der etwa das Vorgängerwerk „Providence Canyon“ kennt und lieben gelernt hat, könnte mit „Keep Em On They Toes“ kleine Startschwierigkeiten haben. Denn selten sind Platten so weit auseinander. Wer sich aber auf Brent Cobbs Lehren und Weisheiten einlässt, bekommt handgemachten Country in seiner reinsten Form. Ein Album so ruhig wie ein gediegenes Gespräch.

Keep Em On They Toes ist seit dem 2. Oktober 2020 via Ol‘ Buddy Records / Thirty Tigers erhältlich.

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