Tyler Sjöström präsentiert einen persönlichen Song über Brüche, Wachstum und Versöhnung. Live im März beim C2C Festival Berlin.
Mit „Hallowed Ground“ veröffentlicht Tyler Sjöström einen seiner persönlichsten Songs. Entstanden ist der Track in einer dunklen Phase seines Lebens „Der Titel entsprang einer dunklen Zeit, als meine Frau und ich getrennt waren, einer Zeit, in der sich alles, was ich anfasste, leer anfühlte und Freude etwas Fernes und Unerreichbares war“, beschreibt Sjöström den emotionalen Ausgangspunkt.
Der Kontrast könnte größer kaum sein: „Hallowed Ground“ beginnt mit den Stimmen seiner Frau und seiner beiden Söhne, aufgenommen nachts in den Bergen. Sanfte akustische und klassische Gitarren tragen diesen Moment der Ruhe und markieren einen Full-Circle-Augenblick – als Zeichen dafür, dass selbst Zerbrochenes wieder ganz werden kann.
Musikalisch lebt der Song von Zurückhaltung. Zwei Gitarren teilen sich dieselbe Melodie, eine rau, die andere warm und tröstend. Eine dumpfe Kickdrum setzt langsam ein wie ein wiederkehrender Herzschlag, während Slide-Gitarre und Melodica vorsichtige Lichtblicke andeuten. Auch die bewusst eingesetzten Dissonanzen stehen für Reibung und Unsicherheit, bevor sich der Song nach und nach öffnet.
Im Outro wird „Hallowed Ground“ zur Erkenntnis: Unter dem beinahe begrabenen Beziehungsschutt lag noch immer etwas Wertvolles. Sjöström reflektiert offen eigene Versäumnisse – und die Einsicht, dass es manchmal erst den Zusammenbruch braucht, um Klarheit zu gewinnen.
So singt Tyler Sjöstrom:
„Sometimes it takes breaking down to see what’s been holding you up all along“
Damit bringt er es auf den Punkt.
„Hallowed Ground“ ist ein Liebeslied, aber kein leichtes. Es erzählt von einer Liebe, die Geduld, Ehrlichkeit und Wachstum verlangt – und gerade dadurch etwas Heiliges bekommt.
Der Song folgt auf „St Mary’s“ und „Ain’t No Good“ aus dem vergangenen Jahr. Der aus der Chicagoer Musikszene stammende Sjöström zählt seit 2014 zu den markanten Stimmen im Americana- und Folk-Bereich und ist bekannt für seine raue, von Fans als „bone-rattling“ beschriebene Stimme. Er teilte die Bühne unter anderem mit Tenille Townes, Judah & The Lion, The Mighty Oaks und spielte auf Festivals wie SXSW und dem C2C Festival in Berlin.
Diesen März ist Tyler Sjöström erneut dort zu erleben – auf den Sidestages sowie im Rahmen der „Sad Song Society“-Reihe gemeinsam mit Kenny Foster.


