Review: Ashley Monroe „Sparrow“ – Und die Magie von Dave Cobb

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Foto: Warner Music Nashville

Mit Sparrow erfindet sich die 31-jährige Sängerin Ashley Monroe neu.

Ashley Monroe beschreibt ihr neuestes Werk selbst als Produkt einer etwas anderen Therapie. Das Schreiben für Sparrow half ihr zu reflektieren und zu sich selbst zu finden. Es half um zu erfahren, wie sie mit Dingen umgehen sollte, die in ihrer Kindheit passierten. All diese tiefen Emotionen zu verarbeiten die in ihr steckten. Andererseits war es für sie an der Zeit sich neu zu erfinden. So erfüllte sich für Monroe ein kleiner Traum. Sie betrat neue Pfade, statt der lebenden Country-Legende Vince Gill zeichnet sich nun Mastermind Dave Cobb für die Produktion verantwortlich. Und die Handschrift Dave Cobb’s ist auf Sparrow unbestritten klar zu erkennen. Für Ashley Monroe heißt es jetzt Neo-Traditional statt New Country.

Die neue Ashley Monroe befindet sich irgendwo zwischen Pistol Annies Kollegin Miranda Lambert und der Country-Queen der neuen Generation, Kacey Musgraves. Persönlich an jedem Stück als Songwriter beteiligt, halfen ihr auch die Musikerkollegen Angaleena Presley, Newcomer Kassi Ashton und Anderson East bei der Entstehung der neuen Songs. So hätten Songs wie Hands on You auch gut auf East’s Album Encore gepasst.

Sparrow ist ein ehrliches Singer-Songwriter Projekt geworden. Der retrospektive Touch und der Einsatz von klassischen Instrumenten, wie etwa einer Geige im tollen Titel Hard on a Heart, passen perfekt in das Grundgerüst dieses Konzeptalbums. Auch die Verpflichtung Dave Cobbs kann als guter Schachzug angemerkt werden. Dieser Mann versteht es einen unvergleichlichen Retrosound zu entwickeln. Wo Cobb draufsteht, kann man nicht enttäuscht werden. Arbeitet der Mann bekanntlich auch mit Chris Stapleton, Anderson East, Sturgill Simpson oder der Zach Brown Band zusammen.

Ashley Monroe zeigt sich unerwartet anders, aber erfrischend gut. Und das ist eine starke Leistung für eine Künstlerin, die mich bisher eher weniger bis gar nicht überzeugen konnte.

Ashley Monroe – Hands on You

Last modified: 18. Oktober 2018