Tim McGraw – Here On Earth (Album-Review)

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Tim McGraw ist zurück und legt sein mit Spannung erwartetes 16. Studioalbum „Here On Earth“ vor.

Sein erster Megaerfolg liegt bereits ganze 26 Jahre zurück. 1994 platzierte sich Tim McGraw mit „Don’t Take The Girl“ erstmals an der Spitze der Country-Charts. Die nachfolgenden drei Jahrzehnte brachten für den heutigen Superstar 50 Millionen Plattenverkäufe, drei Grammy Awards, 43 weltweite Nummer 1-Singles und zahlreiche Einsätze als Schauspieler (u.a. Blind Side, Tomorrowland, The Shack). Nach dem gemeinsamen Album mit seiner Ehefrau Faith Hill, „The Rest Of Our Lives“, kehrt McGraw zur alten Heimat Big Machine Records zurück und produzierte gemeinsam mit Bryan Gallimore die 16 Tracks seines neuen Albums „Here On Earth“. Eine Sammlung von Songs aus den Federn von Carlton Anderson, Jaren Johnston, Neil Mason, Ross Copperman, Luke Laird, Lori McKenna, Levi Hummon, Tom Douglas, Shane McAnally und weiteren.

Keine Frage, die Songs auf „Here On Earth“ sind textlich wie auch ihr Arrangement auf den Punkt. Tatsächlich stellt sich beim Hören schnell heraus, was McGraw mit ihnen bewegen möchte. Er will verschiedene menschliche Emotionen, wie Liebe, Beziehungen oder Selbstreflexion miteinander verbinden, seine Musik als Sprachrohr benutzen, um Menschen zueinander zubringen.

Das gelingt zumindest anfangs mit dem Titeltrack oder „Chevy Spaceship“ ganz gut, hat aber mit „Humble & Kind“ schon mal besser funktioniert. Die Tonalität bleibt über die gesamte Laufzeit gefühlvoll, das Tempo behäbig. Dabei versprüht lediglich „Good Taste In Women“ etwas Rhythmus, andere Songs wie „Hold You Tonight“, „Sheryl Crow“ oder auch „I Was A Cowboy“ sind nett anzuhören, bleiben hingegen nicht lange im Ohr. Nach 16 Songs voller Pathos, Gefühlsduselei und wenig Abwechslung bleibt nur eines: Der Wunsch nach einem neuen „Truck Yeah“. Ich zumindest pack‘ dann mal „Good Taste In Women“ auf meine persönliche Playlist, der Rest wird wohl in der hiesigen Plattensammlung verstauben.

Here On Earth erscheint am 21. August 2020 via Big Machine Records / Universal Music.

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