Review: Logan Mize, Craig Campbell & Lauren Jenkins bringen den Sound of Nashville nach Hamburg

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Lauren Jenkins beim C2C Festival in Berlin als Teil von Introducing Nashville und Sound of Nashville / Copyright Dörthe Bruske für CNTRY.de / No free use

Der Sound of Nashville ertönte am 6. März 2019 in Hamburg. Die Stars Logan Mize, Craig Campbell und Lauren Jenkins sorgten nicht nur für ein ausverkauftes Haus, sondern auch für jede Menge Stimmung.

An einem verregneten Abend war der Sound of Nashville, der Brand unter dem ab sofort alle Country-Konzerte von Veranstalter Semmel Concerts laufen, erstmals in Hamburg zu Gast. Trotz – oder vielleicht genau wegen des intensiven Country to Country Festivals am Wochenende zuvor, hieß es Sold Out! Tatsächlich waren viele Besucher des C2C auch in die gemütliche Prinzenbar gekommen, um vor allem Logan Mize und Lauren Jenkins zusehen, die bereits in Berlin überzeugen konnten.

Das Konzept der Konzertreihe, Country-Stars und Newcomer der Szene mit einem Live-Akustik-Set in intimer Club-Atmosphäre auftreten zu lassen, funktionierte hier in Hamburg auf Anhieb.

Lauren Jenkins hat Publikum auf ihrer Seite

Der auf den Punkt durchgeplante Abend begann mit der bezaubernden Lauren Jenkins, die in gut 35 Minuten nicht nur Songs aus ihrem Debütalbum spielte, sondern auch die ein oder andere Cover-Version. Gerade ihre emotionalen Songs wie Running Out of Road und Maker’s Mark and You entfalten in der akustisch dargebotenen Variante ein besonderes, prägendes Gefühl. Lauren Jenkins hatte das Hamburger Publikum schnell auf ihrer Seite, sodass die Nordlichter beim noch nicht mal veröffentlichten Drinking-Song Payday tatsächlich den Chorus mitgesungen haben.

Direkt im Anschluss stand schon Craig Campbell auf der Bühne. Sehr schnell und ohne lange Wartezeit. Denn das Programm war straff. So straff, das zwischen den Acts nicht einmal Zeit war die Bar aufzusuchen oder gar eine Toiletten- und Zigarettenpause einzulegen. Sein Auftritt wird wohl vielen in Erinnerung bleiben, wegen der scherzhaften Interaktion mit dem Publikum und seiner locker-leichten Art. Er erzählte, ihm sei einst aufgefallen, dass er noch nie ein Sauflied aufgenommen hatte. Und das ginge natürlich nicht: Ohne Sauflied im Programm sei man kein „echter“ Country-Sänger. Umso besser, dass Craig dann Mas Tequila schrieb. Und das Publikum mit dieser Darbietung in echte Feierlaune versetzte.

Textsicheres Publikum bei Logan Mize

Das absolute Highlight war aber zum wiederholten Male Logan Mize. Man merkt diesem Mann seine Professionalität vom ersten bis letzten Ton einfach an. Denn Logan legte eine tolle Spielfreude an den Tag, die das Publikum sofort mitreißen konnte. Dazu beigetragen hat auch Jimmy Elcock. Der spielt sonst Schlagzeug in Logan Mize’s Band, sorgte diesmal aber für die rhythmische Begleitung am Cajon. Logan selbst war sichtlich angetan vom Hamburger Publikum, dass vor allem beim Song Better of Gone erstaunlich Textsicher war.

Logan Mize hätte sicher noch ewig weiter spielen können. Doch nach 45 Minuten Musik und vielen Anekdoten, beendete er den Abend mit seinem bisher erfolgreichsten Song: Can’t Get Away from A Good Time. Dafür holte er sich Unterstützung aus dem Publikum. Denn er sei vergesslich und vergisst dauernd seine Mundharmonikahalterung, so Logan.

Die erste Sound of Nashville Konzertreihe war ein voller Erfolg. Gut, dass es schon bald weitergeht. Denn bereits im Juni stehen weitere Konzerte an. Diesmal mit dem Country-Musiker Jarrod Dickenson. Mehr Infos dazu hier.

Last modified: 7. März 2019