Von Honky-Tonk-Vibes bis zum spontanen Späti-Gig. Das C2C Festival Berlin sorgte auch 2026 wieder für unvergessliche Momente.
Wenn sich rund um den Uber Platz plötzlich Cowboyhüte, Boots und Karohemden versammeln, ist klar: Das C2C: Country To Country Festival ist zurück in Berlin. Auch in diesem Jahr verwandelte sich die Uber Eats Music Hall in ein kleines Stück Nashville – mit tausenden Fans, zahlreichen Acts und einem Wochenende voller Country-Highlights.
Der Auftakt begann traditionell schon am Donnerstagabend beim Bluebird Café Kickoff Event in der Passionskirche Kreuzberg. In intimer Atmosphäre wurden dort Songs „In The Round“ präsentiert; akustisch, persönlich und ganz nah am Publikum. Mit dabei war auch Jackson Dean, der hier bereits einen ersten Vorgeschmack auf das Wochenende gab, bevor er am Freitag auf der großen Bühne stand.
Tagsüber: Country-Vibes rund um den Uber Platz



Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Tagsüber herrschte rund um den Uber Platz reges Treiben. Zahlreiche Verkaufsstände luden zum Stöbern ein – von Cowboyhüten über Boots bis hin zu exklusivem Artist- und Festival-Merch. Während sich die einen mit den neuesten Western-Outfits ausstatteten, probierten sich andere beim Axtwerfen, tanzten gemeinsam Line Dance oder hörten einfach den Klängen der Musiker zu. Denn auf der frei zugänglichen Town Square Stage traten unter anderem Tyler Rich, Jake Banfield und Dawson Anderson auf und sorgten für beste Festivalstimmung.



Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Auch auf den zahlreichen Daytime Stages in den Restaurants und Pubs rund um den Platz gab es musikalische Highlights. Besonders die Jack Wharff Band, Brendan Walter und Liam St. John hinterließen bei vielen Besucher:innen einen bleibenden Eindruck.
Ein fester Bestandteil des Country-To-Country-Wochenendes ist mittlerweile auch die gemütliche Writers-Round „Sad Song Society“. Im Kinosaal des UCI Luxe präsentierten die C2C-Veteranen Kenny Foster und Tyler Sjöström erneut ihre beliebte Songwriter-Runde.
Freitag: Starker Auftakt mit Jackson Dean & Scotty McCreery


Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Am Freitagabend nahm das Festival in der Uber Eats Music Hall richtig Fahrt auf. Nachdem Jackson Dean bereits am Vortag beim Bluebird-Event für Gänsehaut gesorgt hatte, brachte er nun mit voller Band die Mainstage zum Beben. Samt neuer Songs wie „Wildfire“ und zahlreichen Fan-Favorites.
Zuvor feierte die James Barker Band nach sechs Jahren ihr Berlin-Comeback und zeigte, dass sie seitdem kein Stück eingerostet sind. Den krönenden Abschluss des Abends bildete schließlich Headliner Scotty McCreery. Der US-Star bringt eine immense Bühnenpräsenz mit – egal ob bei seinem unterhaltsamen Cover-Medley oder einem großen Mitsingmoment zur Hitsingle „Five More Minutes“.




Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Während der Umbaupausen des Hauptprogramms stellte die Country Music Association auf der Spotlight Stage spannende Newcomer vor. Dort standen unter anderem McCoy Moore, The Kruse Brothers und Emily Ann Roberts auf der Bühne.
Samstag: Drake Milligan & Jordan Davis sorgen für Nashville-Vibes




Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Auch Drake Milligan zählte zu den C2C-Wiederholungstätern und lieferte mal wieder einen der wohl berauschendsten Auftritte des gesamten Festivals. Mit klassischem Honky-Tonk-Sound, Charme und ordentlich Tempo riss er das Publikum mühelos mit. Sein bekanntester Song „Sounds Like Something I Do“ brachte die Uber Eats Music Hall regelrecht zum Beben.
Später übernahm Jordan Davis die Bühne und sorgte mit seinen Radio-Hits wie „Take It From Me“ oder „Bar None“ für ausgelassene Stimmung. Während „Buy Dirt“ zeigte sich schließlich der schönste Moment des Wochenendes. Das gesamte Publikum lag sich in den Armen und sang lautstark mit. Egal ob Artist, Festivalmitarbeiter oder Fan, in diesem Moment waren sie alle gleich.
Sonntag: Grammy-Gewinner Zach Top zum Abschluss


Heizten das Publikum mit rockigem Country ein: Kameron Marlowe & Band
Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Den Sonntagabend bestritt schließlich kein Geringerer als der frisch gebackene Grammy-Gewinner Zach Top. Schon vorher hatte Kameron Marlowe das Publikum ordentlich angeheizt, während Ty Myers mit seinem Sound bei vielen für deutliche John-Mayer-Vibes sorgte.
Als Zach Top schließlich die Bühne betrat, dauerte es nicht lange, bis die Stimmung endgültig überkochte. Sein virtuoses Gitarrenspiel und die schelmischen Blicke ins Publikum brachten die Berliner Crowd schnell auf Hochtouren. Fliegende Cowboyhüte, wild tanzende Amerikaner mit schwedischem Nachnamen und erwachsene Country-Kerle, die von ihren Cowboy-Kumpels auf den Schultern getragen wurden – das Finale fühlte sich an wie eine große Honky-Tonk-Party mitten in Berlin. Auch Zach Top hatte sichtlich Spaß mit seinen deutschen Fans, so dass er sein Set kurzerhand um lässige 25 Minuten verlängerte – sehr zur Freude der Fans.




Fotos: Vivien Kloss / CNTRY
Aftershow & Späti-Momente
Wer danach noch genug Energie hatte, ließ den Abend bis spät in die Nacht bei der offiziellen Aftershow-Party mit DJ Rattlesnake Johnny ausklingen. Andere entschieden sich für die spontanere Variante: Dylan Schneider und McCoy Moore feierten kurzerhand mit ein paar Fans ihre eigene kleine Party im nächstgelegenen Späti.
Auch in diesem Jahr war das C2C Festival ein dreitägiger Rausch voller mitreißender Auftritte, rund 9000 tanzender Fans und unvergesslicher Live-Momente. „Das C2C in Berlin wächst von Jahr zu Jahr und mit ihm die Community. Fans aus ganz Europa kommen zusammen, feiern die Musik und schaffen eine besondere Atmosphäre, die das Festival jedes Jahr aufs Neue prägt“, resümiert Festivaldirektorin Sina Hall.
Die gute Nachricht zuletzt: Auf ein Neues heißt es vom 5. bis 7. März 2027, wenn das C2C Festival samt Country-Vibes wieder an die Spree zurückkehren wird.
Wir sehen uns!























