Max McNown spricht im Interview mit CNTRY über sein neues Album „Leave On A Light“ und den rasanten Weg zum Country-Star.
Max McNown wirkt an diesem Nachmittag entspannt, gut gelaunt und so bodenständig, wie wir erwartet haben, als er uns im Tourbus vor der Hamburger Georg Elser Halle empfängt. Vor wenigen Tagen war Max noch in Berlin, nun freut er sich auf die nächste Deutschland-Show. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem 25-Jährigen, dessen Karriere in den vergangenen Jahren im Zeitraffer verlaufen ist, trotzdem nicht. Es stehen noch weitere Konzerte und zahlreiche Festivalauftritte an, bevor er voller Vorfreude auf die Veröffentlichung seines neuen Albums schauen kann. Denn so rasant die Karriere von Max McNown auch gewachsen ist, in seinen Songs geht es thematisch ruhiger vor. Da geht es um Worte, Beziehungen und die kleinen Beobachtungen, in denen plötzlich eine ganze Lebensgeschichte stecken kann.
Genau davon erzählt auch sein neues Studioalbum „Leave On A Light“, das am 25. September erscheint. Ein 17 Songs umfassendes Werk, auf dem er seinen Indie-Folk- und Country-Sound weiter öffnet, ohne das aufzugeben, was ihn bislang ausgezeichnet hat. Die Produktion darf zwar mutiger und der Refrain hymnischer werden. Doch im Mittelpunkt steht weiterhin das, was Max selbst am wichtigsten ist. Der Text.
Dass dieser Ansatz ausgerechnet in Deutschland auf besonders offene Ohren trifft, hat der Sänger längst bemerkt. Über das Berliner Konzert wenige Tage zuvor sagt er: „Es war wirklich wunderschön! Ich liebe diese aufmerksame Art in der deutschen Kultur. Ich merke jedes Mal, wenn ich in Deutschland auf der Bühne stehe, dass das Publikum den Worten genau zuhört. Und da diese beim Schreiben meiner Songs immer an allererster Stelle stehen, bedeutet es mir unglaublich viel, wenn die Menschen sie richtig aufsaugen – statt nur auf die Instrumente, die Musik oder die Show zu achten.“
Nun folgt mit Hamburg eine Stadt, in der längst sichtbar wird, wie schnell die Fangemeinde von Max McNown gewachsen ist. Erst im Dezember letzten Jahres hatte er noch in der Fabrik gespielt, jetzt ist die deutlich größere Georg Elser Halle die nächste Station. Interessanter ist aber, was vor der Bühne passiert. Dort stehen neben Fans wie uns Kinder mit ihren Eltern, die ihre ersten Konzerte schon Jahrzehnte vor seiner Geburt besucht haben dürften.
– Max McNown im Interview mit CNTRY
„Manch einer sagt, ich bin goldig wie ein Knopf.“

„Mein Publikum ist extrem bunt gemischt“, erkennt er. „Wenn ich mir die Demografie anschaue, da gibt es Kids im Alter von acht bis elf Jahren mit ihren Eltern, aber genauso auch 70 bis 80-jährige Leute. Da kommen teilweise Generationen gemeinsam zu den Shows. Man weiß vor einer Show eigentlich nie, was für ein Publikum einen erwartet, und genau das macht es so einzigartig und besonders.“ Als wir anmerken, dass darunter auch viele Frauen sind, die unsere Mütter sein könnten, legt Max lachend nach: „Oder unsere Großmütter!“
Warum seine Musik Menschen erreicht, zwischen denen mitunter mehrere Generationen liegen, kann er selbst nur vermuten. „Manch einer sagt, ich bin goldig wie ein Knopf“, sagt er lachend und wird dann ernster: „Ich denke, sie mögen einfach Musik, die sie im Inneren berührt. Die Texte, die ich schreibe, sind in der Regel ziemlich optimistisch und positiv, […] es schwingt immer eine unterschwellige Hoffnung mit. Hinter so einer Botschaft können sich Menschen aller Generationen versammeln. Hinter der Hoffnung und dem Glauben daran, dass es noch Gutes auf dieser Welt gibt. Und vielleicht liegt es auch an einem Hemd wie diesem hier, wer weiß?“, grinst er. „Aber ich will lieber daran glauben, dass es an den Texten liegt.“
Vom Straßenmusiker zum Streaming-Milliardär
Noch vor wenigen Jahren war eine internationale Karriere für Max McNown alles andere als vorgezeichnet. Der gebürtige Musiker aus Oregon brachte sich das Gitarrespielen selbst bei und trat als Straßenmusiker an den Stränden Südkaliforniens auf. Eine Einladung zu einer großen TV-Castingshow lehnte er ab. Stattdessen baute sich Max sein Publikum im Internet auf. Eben dort, wo viele Karrieren seiner Generation beginnen.
Mit „A Lot More Free“ gelang ihm schließlich der Durchbruch. Der Song sammelte weltweit mehr als 360 Millionen Streams, wurde in den USA mit Platin ausgezeichnet und brachte Max erstmals in die Billboard Hot 100. Sogar Kelly Clarkson nahm sich des Songs in ihrer „Kellyoke“-Reihe an. Spätestens „Better Me For You (Brown Eyes)“ bewies, dass der erste Erfolg kein einmaliger Treffer war. Die Leadsingle aus „Night Diving (The Cost of Growing Up)“ wurde in den USA mit Doppelplatin ausgezeichnet, erreichte Platz 26 der Billboard Hot 100 und hielt sich dort 36 Wochen. Mit inzwischen mehr als 480 Millionen Streams weltweit wurde der Song zu Max’ bislang größtem Charterfolg. Dazu kamen Platz sechs im Country- und eine Top-30-Platzierung im Pop-Radio, sowie die Spitze der iTunes Country Songs Charts.
Heute stehen fast eine Milliarde Streams, ausverkaufte Headliner-Shows und ein Besuch in der Grand Ole Opry in seiner Bilanz. Doch wer Max nach Social Media fragt, bekommt keine romantische Aufstiegsgeschichte erzählt. Ja, Plattformen wie TikTok und Instagram haben ihm die Türen geöffnet. Sie können aber ebenso schnell zu einem Hamsterrad werden.
„Die sozialen Medien regieren die Musikwelt heute in vielerlei Hinsicht“, gibt er zu. „Selbst die ganz Großen, wie ein Zach Bryan, sind über Social Media explodiert. Genau dort haben ihre Karrieren begonnen. Es ist heute eine völlig andere Zeit als früher. Ich glaube auch, dass die Genregrenzen immer mehr verschwimmen. Country ist da ganz vorne mit dabei.“ Dass heute grundsätzlich jeder die Chance hat, seine Musik sichtbar zu machen, ist für Max McNown der große Vorteil: „Schau dir die Geschichten von Freunden aus der Branche an. Viele von ihnen hatten kein Label, kein Geld, aber sie hatten drei Videos, die extrem viral gegangen sind. Und plötzlich ist die Musik ihr Beruf. Bei mir war das ähnlich.“
Die Kehrseite beginnt für Max dort, wo die Algorithmen übernehmen. „Ich habe zum Beispiel etwa 2,7 Millionen Follower auf TikTok und 2,5 Millionen auf Instagram. Meine Beiträge werden im Schnitt aber von weniger als zehn Prozent dieser Follower gesehen“, erklärt er. „Man kann also diesen einen viralen Moment haben, der alles sprengt, und dadurch über zwei Millionen Follower gewinnen. Doch obwohl diese Leute dir aus gutem Grund gefolgt sind, bekommen sie deine Inhalte oft gar nicht mehr angezeigt. Es erreicht sie einfach nicht, weil die Algorithmen das pushen, wovon sie glauben, dass die Leute es am ehesten sehen wollen. Und oft sind das einfach nur irgendwelche belanglosen Reels.“
Gerade junge Acts jagen dadurch ständig dem nächsten viralen Hit hinterher. „Das macht es für Künstler unglaublich schwer, besonders wenn sie sich gerade erst einen Namen machen wollen“, so Max. „Man jagt ständig diesem nächsten viralen Hit hinterher, und wenn man nicht aufpasst, kontrolliert einen das völlig. Das kann dich regelrecht auffressen. Deshalb versuche ich, in Ruhepausen der Familie absolute Priorität einzuräumen.“
Max McNown sucht selten die große Geste
Kaum ein Song bringt diese Haltung so klar auf den Punkt wie „Famous to You“. Die mit der Albumankündigung veröffentlichte Single folgt auf „Take Me Back“, Max’ Zusammenarbeit mit dem norwegischen DJ und Hitmacher Kygo. Doch statt den nächsten großen Karriereschritt einfach zu feiern, stellt „Famous to You“ die Frage, was Erfolg überhaupt bedeutet. Die Antwort steckt im treibenden Refrain:
„Someday I wanna be a household name / As long as it’s the one you take.“
– singt Max McNown in „Famous To You“
Ja, berühmt sein ist ok, aber bitte für den Menschen, mit dem man sein Leben teilt. Es ist eine selbstbewusste Neudefinition von Ambition, die besonders glaubwürdig wirkt, weil Max McNown gerade erlebt, wie groß die äußere Aufmerksamkeit werden kann.
Diese Perspektive zieht sich durch „Leave On A Light“. Produziert wurde das Album gemeinsam mit Max’ langjährigem Weggefährten Jamie Kenney in den renommierten Blackbird Studios in Nashville. Gleichzeitig öffnete der Sänger seinen kreativen Kreis. Zu den Co-Autoren gehört Julian Bunetta, der unter anderem mit Gracie Abrams und Kelsea Ballerini gearbeitet hat. An der Gitarre ist Charlie Worsham zu hören, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Luke Combs und Lainey Wilson. Das Ergebnis erweitert Max’ Klangpalette, ohne die Songs hinter der Produktion verschwinden zu lassen.
Die 17 Songs auf „Leave On A Light“ zeigen dabei, wie weit Max McNown emotional ausholen kann. In „Slow Down, Slow Down“ beginnt er atmosphärisch, doch öffnet sich zunehmend. Die Botschaft dahinter ist ebenso simpel wie wirkungsvoll. Einen Gang zurückschalten, das Licht anlassen und erkennen, dass wir manchmal längst gefunden haben, wonach wir die ganze Zeit gesucht haben.
Hoffnung zieht sich auch durch „Same, Same Sun“. Regen kommt und geht, schwierige Zeiten ebenso. Doch am Ende ist es immer dieselbe Sonne, die wieder auf uns scheint. „Isn’t That Love?“ betrachtet dagegen die widersprüchlichen Seiten der Liebe. Zwischen atmosphärischem Piano, Violinen und Gitarren erzählt Max von all den schönen, komplizierten und manchmal schmerzhaften Momenten.

Von den heiteren und mitreißenden Klängen auf „Greatest Audience Of All“ sollte man sich hingegen nicht täuschen lassen. Der Song blickt auf die Zeit zurück, in der sein Publikum nur aus Freunden und Familie bestand. Den Menschen also, die schon zuhörten, bevor Streams, virale Videos und ausverkaufte Shows eine Rolle spielten. „Greatest Audience Of All“ greift damit eben jene Hit-After-Hit-Mentalität auf, die Max bereits in unserem Gespräch kritisiert hat.
Egal, ob Max McNown über Liebe, Rastlosigkeit, Hoffnung oder seinen eigenen Weg schreibt. All seine Songs verbindet eine unverkennbare Handschrift. Einprägsame Melodien und Rhythmen treffen auf klug gewählte Worte und Refrains.
„Done For“, eine frühe Veröffentlichung aus dem Jahr 2026, schaffte es unter anderem auf Spotifys „Hot Country“-Playlist. Das eindringliche „Something to Someone“ formuliert den universellen Wunsch, von einem anderen Menschen nicht nur wahrgenommen, sondern wirklich gesehen und geliebt zu werden. Es sind große Gefühle, aber Max sucht dafür selten die große Geste. Seine Stärke liegt darin, solche Themen an konkreten Menschen, Orten und Erinnerungen festzumachen.
„First Born Daughter“: Eine Liebeserklärung an die vermeintlichen Macken
Das zeigt auch die jüngst veröffentlichte Single „First Born Daughter“. Der beschwingte, soulige Song ist eine Liebeserklärung an Max’ Ehefrau – und an genau jene Eigenschaften, die sie selbst möglicherweise als Folge ihrer Rolle als erstgeborenes Kind kritisch betrachtet.
„‚First Born Daughter‘ ist einfach ein Song, den ich über meine Frau geschrieben habe“, erklärt Max zunächst lachend. „Es geht um all die Dinge, die damit einhergehen können, das erstgeborene Kind zu sein. Um Eigenschaften, die man bei vielen Menschen beobachten kann. Ich sehe sie bei meinem ältesten Bruder, bei meiner Frau und auch bei meinem Onkel, der ebenfalls das älteste Kind ist.“
Was seine Frau gelegentlich als negative Eigenschaft aus ihrer Erziehung wahrnimmt, sieht er als Stärke. „Der Song dreht etwas, das meine Frau manchmal als negative Eigenschaft empfindet, ins Positive. Für mich ist es ein Gegenstück zu meinem verträumten Kopf und meiner Type-B-Persönlichkeit. Ich weiß manchmal nicht, was ich morgen mache, und habe keinen Zeitplan. Es gibt so viele Dinge an meiner Frau, die mich ergänzen – und genau davon handelt der Song.“ Aus einer vermeintlichen Schwäche wird in „First Born Daughter“ ein Kompliment und aus einer persönlichen Beobachtung ein Song, in dem sich viele Paare wiederfinden dürften.
Für Max zählt er bereits zu den wichtigsten Stücken seiner bisherigen Laufbahn. „Davon abgesehen ist es einer meiner persönlichen Lieblingssongs aus meiner gesamten Diskografie“, sagt er. Dass er dabei nicht nur die Schokoladenseiten seiner Beziehung besingt, sondern vermeintliche Reibungspunkte liebevoll umdeutet, ist typisch für sein Songwriting. Hoffnung bedeutet bei ihm nicht, Schwierigkeiten auszublenden. Sie entsteht vielmehr aus dem Versuch, in ihnen etwas Verbindendes zu erkennen.
Zwischen Country, Folk und einer neuen Generation

Gleichzeitig lässt sich Max McNown musikalisch nicht eindeutig in eine bestimmte Schublade einsortieren. „Ich trage keinen Cowboyhut. Ich bin ein Junge aus Oregon, der mit Folk und Country großgeworden ist. Mit Musikern, die Geschichten erzählen“, sagt er. „Manchmal fühle ich mich in bestimmten Ecken der Country-Szene wie ein Außenseiter, aber gleichzeitig fühle ich mich von der Country-Community unglaublich willkommen geheißen.“
Auch das deutsche Publikum ist heute weniger stringent. Für Max ein klarer Vorteil. Bestand das das Publikum bei Country-Konzerten in Deutschland häufig vor einigen Jahren noch zu einem großen Teil aus älteren Männern in Westernhemden und Cowboyhüten, hat sich dieses Bild mittlerweile sichtbar verändert. Max sieht Social Media als einen der Hauptgründe dafür. Gleichzeitig verschwimmen auch die Genregrenzen immer stärker. Country sei bei dieser Öffnung ganz vorne dabei. „Wenn du mich damals in die Szene gesteckt hättest, als das Publikum noch so aussah, wie du es beschrieben hast, hätte ich wahrscheinlich nicht viele Tickets verkauft“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Denn heute wächst Max gemeinsam mit einer Generation von Künstler*innen auf, die ihre Karrieren öffentlich und in Echtzeit entwickeln. Zwei Namen fallen im Gespräch besonders schnell: Avery Anna und Cameron Whitcomb. Beide sind für ihn nicht nur Kollegen, sondern enge Wegbegleiter.
„Cameron Whitcomb war der allererste Freund, den ich in dieser Branche gefunden habe“, erzählt Max. „Er war damals live auf TikTok und ich bin in seinen Livestream gegangen. Ich war noch völlig unbedeutend und hatte kaum Musik veröffentlicht. Da habe ich kommentiert: ‚Hey, ich liebe deine Sachen, mach weiter so!‘ Ich wollte gerade wieder rausgehen, da sieht er meinen Kommentar und fängt einfach an, mit mir zu reden, als würden wir uns normal unterhalten. Ich habe weiter kommentiert, und er hat mir so viel Aufmerksamkeit geschenkt und war einfach unglaublich nett. Ich dachte mir: ‚Mann, was für ein cooler Typ.‘“
Als später „Night Diving“ entstand, war Cameron für ihn der logische Partner. „Es gab für mich keinen geeigneteren Menschen für die Zusammenarbeit als meinen ersten Kumpel aus der Szene“, so Max. „Er hat einen direkten Bezug zum Thema des Songs und geht selbst sehr offen mit seinem früheren Kampf gegen die Sucht um.“ Avery Anna ist dagegen „einfach ein Schatz“, verrät er. „Wir durften ein paar Konzerte zusammen spielen, und ich finde, dass sie aktuell die beste Stimme in der gesamten Country-Szene hat.“
„Wir wachsen zwar gerade alle in derselben ‚Klasse‘ von Musikern auf und bewegen uns alle im Country-Bereich, aber jeder auf seine eigene, einzigartige Weise“, gibt Max zu. „Wir drei machen momentan einfach eine sehr ähnliche Phase durch, und es macht Spaß, das zu beobachten.“ Konkurrenzdenken klingt anders. Alle drei wissen, wie schnell Sichtbarkeit entstehen und wieder verschwinden kann – und haben sich trotz ähnlicher Ausgangspunkte jeweils eine eigene Nische geschaffen.
Neue Performer-Level
So mühelos die Entwicklung von außen wirken mag, Max McNown selbst beschreibt seine Karriere als eine Folge kleiner Lernschritte. „Wenn ich mir meine eigenen Auftritte von vor einem Jahr anschaue und sie mit heute vergleiche, dann steht da eine völlig andere Person“, erklärt er. „Mit jeder Show, die man spielt, gewinnt man an Selbstvertrauen und wird zu einem besseren Performer. So etwas fliegt dir nicht einfach zu, das braucht Zeit, harte Arbeit und Erfahrung.“
In seiner Band scherze man oft darüber, dass er nach und nach neue „Performer-Level“ freischalte – wie eine Figur in einem Videospiel. Einen solchen Moment erlebte Max kurz vor dem Hamburg-Besuch in Schweden. „Dort hat es plötzlich Klick gemacht, und ich habe mich auf der Bühne so viel bewegt und getanzt wie noch nie zuvor“, erzählt er. „Und ich habe mich absolut wohl dabei gefühlt. Ich konnte die Emotionen des Songs rauslassen und einfach die Musik spüren. Das war für mich wieder so ein Schritt nach oben.“
„Meine ganze Karriere besteht eigentlich aus solchen kleinen Schritten“, resümiert er. „Man lernt jeden Tag dazu – vom Schreiben über das Produzieren bis hin zum Performen.“ Darin liegt ein reizvoller Kontrast zu den großen Zahlen seiner Laufbahn. Während der Algorithmus nach dem nächsten explosionsartigen Moment verlangt, versteht Max McNown seine Entwicklung als langsamen Prozess. Social Media liebt den Durchbruch über Nacht. Ein Künstler wird Show für Show und Song für Song geformt.
Dass dieser Prozess trotz all des Erfolgs längst nicht abgeschlossen ist, zeigt ausgerechnet der letzte und vielleicht persönlichste Song auf „Leave On A Light“. In „The Room“ verarbeitet Max eigene Selbstzweifel und Depressionen. Was bleibt vom erhofften Glück, wenn sich alle Träume plötzlich erfüllt haben? „Ich dachte, ich werde glücklich, wenn all diese Blumen blühen würden […], aber merke, dass ich immer noch in diesem Raum stehe.“ Doch wie so oft blitzt Max McNowns unerschütterlicher Glaube an Hoffnung und Heilung auf: „Lerne lieber deine innere Zufriedenheit kennen, finde deinen Safespace, anstatt dauernd in diese gläserne Welt zu schauen.“ Dafür darf auch das Licht anbleiben.
„Leave On A Light“ ist ab dem 25. September 2026 auf allen Streaming- & Downloadplattformen erhältlich.


